Karneval im BüroSpecial

Veröffentlicht am 17 Februar 2011 von Erik

Bald ist es wieder so weit: Die fünfte Jahreszeit wird gefeiert! Ob Karneval, Fasching oder Fastnacht, in vielen Regionen Deutschlands herrscht dann der Ausnahmezustand. Während sich im Rheinland in den „tollen Tagen“ niemand dem Karnevalstreiben entziehen kann und es auf den Straßen, in den Kneipen aber auch in den Unternehmen bunt und lustig zugeht, bleibt das Faschingstreiben in anderen Teilen Deutschlands dezenter und auf besondere Veranstaltungen beschränkt.

Ideen um sich ein Kostüm selber machen zu können, findet man reichlich auf unserer Seite. Weil es aber so schön ist, nochmal nachfolgend meine Top-5 für Karneval 2011:

Catwoman Kostümalt

Die nachfolgende Frage bleibt allerdings oft unbeantwortet: Wie verhält man sich an Karneval am Arbeitsplatz? Denn das schönste Kostüm nützt nichts, wenn man am nächsten Tag seinen Job los ist. Der Karneval teilt die Deutschen: Die einen lieben ihn, die anderen können mit dem verrückten Treiben gar nichts anfangen und sind froh, wenn der Aschermittwoch vorbei ist. Wichtig ist in diesen Tagen gegenseitige Toleranz und Feingefühl. Als Karnevalsfan sollten Sie niemanden zu missionieren versuchen, der lieber seine Ruhe haben will. Und wenn Du zu den Menschen gehörst, die dem Karneval nichts abgewinnen können, solltest Du dennoch nicht den Miesepeter geben, sondern den anderen ihren Spaß lassen. Vor allem im Büro ist es wichtig, die Bedürfnisse der anderen zu respektieren und sich an gewisse Regeln zu halten – sonst gibt es schnell Ärger mit den Kollegen oder dem Chef.

Wie der Arbeitsalltag während der Karnevalstage aussieht, ist eine individuelle Entscheidung der Unternehmen und hängt stark von der Region ab. Während es im Rheinland bei vielen Firmen durchaus üblich und allgemein akzeptiert ist, dass die Mitarbeiter verkleidet im Büro sitzen, ist dies etwa in Bayern undenkbar. Zugezogene Karnevalisten, die verkleidet am Arbeitsplatz auftauchen und Stimmung machen wollen, werden hier eher schief angesehen. Umgekehrt stören schlecht gelaunte Karnevalsmuffel in Köln, Düsseldorf oder Mainz das Betriebsklima. Passe Dich zumindest ein wenig den Gepflogenheiten in Deinem Unternehmen an. Wenn Du unsicher bist, wie das in Deiner Firma gehandhabt wird, frage im Vorfeld Deine Kollegen. Du musst Dich ja nicht unbedingt im Büro verkleiden, ein paar bunte Luftschlangen an Deinem Schreibtisch tun es zur Not auch und zeigen, dass Du den anderen Ihren Spaß gönnst. Umgekehrt solltest Du lieber von einer Kostümierung absehen, wenn sich Deine Kollegen auch nicht verkleiden. Du könntest Dir sonst Ärger einhandeln.

Wenn Du vorhast, dem Karneval auch am Arbeitsplatz zu frönen und Schlager zu hören oder mit den Kollegen eine Polonaise durchs Büro zu tanzen, solltest Du derartige Vorhaben unbedingt vorher mit Deinem Chef besprechen. Auch unerlaubter Alkoholgenuss am Arbeitsplatz kann üble Folgen haben, auch wenn es sich nur um ein Glas Sekt handelt. Im schlimmsten Fall droht Dir eine Abmahnung. Wenn Du während der Arbeitszeit feiern gehen willst, musst Du Urlaub beantragen. Die Faschingstage sind keine offiziellen Feiertage. Lediglich in den Karnevalshochburgen gibt es in vielen Unternehmen entsprechende Betriebsvereinbarungen oder spezielle Regelungen im Arbeitsvertrag, laut denen die Mitarbeiter etwa am Rosenmontag frei haben.

Und nun noch ein paar Worte zu einer alten Tradition: Das Schlips-Abschneiden an Weiberfastnacht sollte im Büro vermieden werden, sofern Du keinen (rheinischen) Chef hast, der jedes Jahr demonstrativ wieder seine kürzer werdende alte Krawatte anzieht. Bei allen anderen gilt: Finger weg vom Schlips des Vorgesetzten! Es gibt auch andere Wege, ein wenig Stimmung ins Büro zu bringen. So spricht zum Beispiel nichts dagegen, einfach ein paar Krapfen mit ins Büro zu bringen und den Kollegen anzubieten. Vielleicht bekommt der ein oder andere durch solche Leckereien ja Lust, nach Büroschluss noch mit Dir um die Häuser zu ziehen.

Quelle: Knigge Hallinger

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