SCROLL LEFT
Schritt 1
Unterer Turm-Abschnitt
Als Fundament habe ich zusätzlich zum Plan einen stabilen 8-Eck-Sockel aus Massivholz-Baulatten und darauf die jeweiligen Stützen für den unteren Teil der Mühle verankert. Die Bodenplatte war damit üb...
Schritt 2
Oberer Turm-Abschnitt
Der 2. Bauabschnitt war der ebenfalls achteckige aber glockenförmige Turm. Die Pfeiler wurden entsprechend der äußeren Krümmung ausgesägt (16mm Holzbretter). Die Außenkanten sind auf je 22,5° angewink...
Schritt 3
Galerie bauen
Die Streben und Stützen der Galerie wurden aus zugeschnittenen Fichtenleisten gefertigt. Als Verankerung wurden 5mm-Rundleisten-Abschnitte eingeklebt, die in die Wandung eingepaßt wurden. Für die Aufl...
Schritt 4
Fenster und Tore bauen
Das positive Outfit eines Modells ist abhängig von den vielen Kleinigkeiten, u.a. die Sprossenfenster. Bereits die Originale sind mit viel handwerklichem Können von Schreinern gebaut worden. Am Modell...
Schritt 5
Haube bauen
Als Haubenboden wurde eine 16mm starke Platte verwendet. Mittig habe ich einen Ausschnitt eingearbeitet. Er dient als Montageöffnung für das Drehlager. Dazu habe ich eine Kugel-gelagerte Möbel-Rolle v...

Schritt 4 / 8 - Fenster und Tore bauen

Das positive Outfit eines Modells ist abhängig von den vielen Kleinigkeiten, u.a. die Sprossenfenster. Bereits die Originale sind mit viel handwerklichem Können von Schreinern gebaut worden. Am Modell ist der Aufwand ungleich geringer, muß aber auch mit hoher Sorgfalt geschehen. Als erstes baute ich mir eine Schablone oder Lehre für die Sprossen und Rahmen: aus einem Holzstück 20mm Stärke habe ich ein Rechteck – mit angesetztem Halbbogen zugeschnitten das exakt den fertigen Maßen entspricht (siehe Bild 1). Nun wurden Aussparungen in der Breite und Tiefe der Rahmen und Sprossen exakt eingefeilt.   Eine weitere Negativ-Schablone hilft die Biegungen der Rahmen zu erstellen. Dazu habe ich in ein 20mm-Brettchen einen Fensterausschnitt gefräst. Die untere Kante ist offen. Dieses Teil wurde auf eine zweite etwas größere Platte aufgeklebt. Ein Rundstück aus Massivmaterial wurde auf das Innenmaß des Fensters abzgl. Rahmenbreite abgedreht und dient als Stempel (siehe Bild 2).   Für die Rahmen wurden Leisten 2x7mm, für die Sprossen 1,5x5mm zugeschnitten, die Länge darf großzügig behandelt werden, sie wird erst später optimiert. Die Fenster werden in der Schablone von der Innenseite nach oben gefertigt. Zuerst habe ich nun die Leisten für die Sprossen eingelegt und an den Kreuzpunkten jeweils bis zur halben Sprossentiefe eingefeilt - die waagerechten hinten - die Sprossen wurden dann mit Sekundenkleber fixiert und auf Außenmaß abgelängt. Dabei ist mit Vorsicht vorzugehen, es könnte splittern. Anschließend wurden die überstehenden Sprossen und die Rahmen geschlitzt und die korrekte Länge angepaßt und alles verleimt. Nach der Trocknung habe ich dann die Vorderseite gesäubert und geschliffen. Die Rahmenbreite kann ggf. geringfügig auf das erforderliche Baumaß angepaßt werden.   Vor dem Einbau habe ich alle Fenster grundiert und in der endgültigen Farbe gestrichen. Eine Kunststofffolie wurde als Scheibe hinterlegt. Das große Tor ist nach historischen Vorlagen aus Fachbüchern gefertigt. Um eine bessere Stabilität zu erzielen habe ich den innenliegenden Tor-Rahmen als Brett (5mm-Stärke) eingeleimt und das eigentliche Tor lediglich vorgesetzt. Abschnitte von Röhrchen imitieren die Scharniere. Das Oberlicht ist mit Alufolie hinterlegt. Die Sprossenfensterlösung war mir hier zu instabil. Vergessen werden dürfen nicht authentische Beschläge und je eine Sicherungskette pro Torflügel.   Tipp: im Eierkocher 10min – wurden die Rahmenleisten elastisch gemacht und um das Rundstück geformt und in die Negativ-Schablone gepreßt. Die Leisten sollten ein paar Minuten aushärten.

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Schwierigkeit:
schwer
Zeitbedarf:
> 4 Std.
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Einkaufsliste

Werkzeug:
  • Tischkreissäge,
  • Kapp- & Gehrungssäge,
  • Ministichsäge,
  • Bügelsäge,
  • Bandsäge,
  • Feinbohrmaschine,
  • 12V Feinmechanikermaschine (mit Fräsern & Schleifern),
  • Drehbank,
  • Gewindescheidsatz,
  • verschiedene Feilen,
  • Tellerschleifmaschine (30 cm),
  • Messer,
  • Cutter,
  • Metallwinkel,
  • Reißschiene,
  • Schraubklemmen,
  • Zirkel,
  • Winkelmesser,
  • Pinsel
Material:
  • Holzbretter (900 x 150 x 19mm)
  • Obstkisten (aus Holz)
  • mehrere Furnierstücke
  • Holzleim Ponal (wasserfest)
  • Schraubmuttern
  • Unterlegscheiben
  • Kunststofffolie
  • 25 x 25 mm Aluminiumplatte
  • 2 x U-Profil (Aluminium, 70 mm)
  • verschiedene Schrauben
  • Universalgrund
  • Holzlack

Kommentare

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Gesendet: 4 Jahre, 11 Monate her von DonCorleone #3283
Der ist jetzt im Vorruhestand und hat sehr viel Zeit.
Gesendet: 4 Jahre, 11 Monate her von KH Spiegel #3282
DonCorleone schrieb:
Sehr schön. Das drucke ich mal direkt meinem Vater aus.



dann hat er aber einiges vor, und ist erstmal für niemanden mehr ansprechbar. Möge er viel Spass und gutes Gelingen haben. Lieber Gruß Karlhanns
Gesendet: 4 Jahre, 11 Monate her von DonCorleone #3270
Sehr schön. Das drucke ich mal direkt meinem Vater aus.
Gesendet: 4 Jahre, 11 Monate her von Budenzauberer #3269
Ein sehr schöner Nachbau. Gefällt mir wirklich sehr gut.
Gesendet: 4 Jahre, 11 Monate her von KH Spiegel #3268

Diese Anleitung beschreibt den Bau einer klassischen Windmühle. Es ist nicht ganz einfach, geeignete Pläne zu bekommen. Fotos aus unseren Urlaubsbesuchen in Ostfriesland haben beim Nachbau geholfen. Als Basis dient zunächst eine Skizze aus der Emdener Mühlengeschichte (beim Emdermuehlenverein erhältlich) und eine Ansicht eines Bauplan-Angebotes eines Online-Versenders. Ich habe die Grafiken auf gleiches Maß skaliert und in einem CAD-Tool in den Modellmaßstab 1:43 (Spur 0) umgerechnet, es sollte ja auch zum Leuchtturm passen. Danach hatte ich eine ungefähre Vorstellung wie das Modell werden könnte. So konnte ich dann beginnen. Der Bauplan ist nicht sonderlich präzise, in manchen Dingen nicht ganz wenig detailiert. Viele wichtige Maße fehlen ganz. Auch ist die Positionsaufstellung recht diletantisch. Er ist schließlich wohl nicht unbedingt als historische Modellbau-Grundlage gedacht. Es ist für jeden Modellbauer aber möglich, die Ergänzungen und Änderungen vorzunehmen. Das Modell sollte wetterfest, komplett aus Holz erstellt werden. Geeignetes Material war aus abgebauten Zaunelementen 900 x 150 x 19 mm ausreichend vorhanden. Dann lagen noch einige Obstkisten aus Holz (Supermarkt) in der Werkstatt. Die Brettchen sind 2 bzw. 4mm stark. Wenn das Material ausreichend plan gepreßt und durchgetrocknet ist, kann es vielseitig verwendet werden. Zudem waren etliche Furnierstücke gegeben. Als Kleber verwendete ich Ponal (wasserfest). Schraubverbindungen sind wie im großen Holzausbau auch mit Muttern und U-Scheiben ausgeführt. http://www.wawerko.de/windmuehle-bauen+5117.html