Übersicht - Dämmung des Dachgeschoss mit Dämmstoff ...

Dämmstoffe gibt es viele, da ist es als Hausbesitzer gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Vor einiger Zeit rief mich ein befreundeter Kollege an, um mich zu fragen ob ich Zeit hätte ihm beim Dämmen seines Daches mit Hanf zu helfen. Natürlich sagte ich ja. Obwohl der Einsatz von Hanf schon lange Tradition hat, tritt er erst in den letzten Jahren wieder vermehrt in Erscheinung.

Warum gerade Dämmstoffe aus Hanf?

Hanf ist ein ídelaer Baustoff. Eine der Eigenschaften, die Hanf so ideal zu dämmen machen, ist sicher die geringe Belastung der Umwelt. Der natürlich nachwachsende Rohstoff verfügt dabei nicht nur über einen kleineren primären Energiebedarf, sondern kann sich sogar positiv auf die Umwelt auswirken. Grund dafür ist, dass die Produktion zu einem positiven CO2 Ausgleich führt. Aber nicht nur die Umwelt profitiert, auch das Wohnklima gewinnt: Vor allem seine große Feuchtigkeitsresistenz, die gute Isolierung gegen Schall und auch die ausgeprägte Widerstandsfähigkeit gegenüber Schimmel- oder Insektenbefall, machen Hanf bestens geeignet zum Dämmen. Hanf ist also sowohl vom ökologischen, als auch vom funktionellen Standpunkt eine gute Wahl. Hanf lässt sich meistens entweder in Form von sogenannten Hanfrollen-/matten oder als Hanfwolle erwerben. Der Grundstoff kann dann individuell für die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.
Da Hanf allgemein als sehr unhandlich gilt, habe ich mir vorher einen elektrischen Fuchsschwanz besorgt, dieser erleichterte das Zuschneiden der Platten ungemein. Den Dämmstoff selbst, hatte mein Kollege über einen Onlineshop bezogen. Das hatte viel Zeit gespart. Zuvor hatte er einfach die benötigte Fläche mit seinem Zollstock abgemessen.

So geht’s:

Wir haben uns ein bisschen auch hier orientiert, aber an sich haben wir einfach drauf los gelegt. Als Erstes wird die nötige Sparrentiefe hergestellt, in den meisten Häusern liegt diese bei ungefähr 14 Zentimetern, durch das Anbringen von zusätzlichen Sparren sollten diese bis auf 24 Zentimeter erweitert werden. Danach habe ich die Hanfplatten zugeschnitten. Dabei habe ich jede Platte circa 1,5 Zentimeter größer gemacht, als die vorgesehene Anwendungsfläche breit war. Zur Sicherheit lieber doppelt checken, ob die Platte breit genug ist, sodass keine Lufträume bleiben.
Um die Dämmung perfekt zu machen, habe ich danach Dichteband auf die Übergänge zwischen Dämmplatte und Sparren angebracht. Dadurch werden auch die Chancen verkleinert, dass die Dichtefolie durch die Schrauben beschädigt wird. Nachdem abdichten, können Querlatten, über die Folie auf den Sparren aufgeschraubt werden. Zum Abschluss werden dann auf den Querplatten Rigipsplatten zur optischen Verkleidung aufgebracht. Danach muss nur noch die entstandene Sägespäne weggesaugt werden und fertig ist die Self-made Dämmung mit Hanf.


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